Waldbrand (c) pixabay.de

Waldbrandgefahr in Hessens Wäldern

Hohe Waldbrandgefahr auch im Forstamt Wetzlar - Zweithöchste Alarmstufe ist ausgerufen

Pressemitteilung HessenForst - Forstamt Wetzlar vom 25.07.2018

Hohe Waldbrandgefahr im Forstamt Wetzlar - zweithöchste Alarmstufe ist ausgerufen -

Das Frühjahr und der bisherige Sommer waren auch im Bereich des Forstamtes Wetzlar ausgesprochen trocken und sehr warm: Die Wasservorräte in den Waldböden und der Vegetation haben stark abgenommen. Für Hessen hat das Umweltministerium deshalb am 24. Juli die Waldbrand-Alarmstufe A ausgerufen.

Stellvertretender Forstamtsleiter Jürgen Hackerott appelliert, beim Besuch des Waldes besonders aufmerksam zu sein. „Jeder kann mithelfen Waldbrände zu vermeiden“, betont der Forstmann, „es gibt einige wenige – dafür aber sehr wichtige – Punkte, die man als Waldbesucher beachten muss“.

Folgende Verhaltensregeln gelten bei der aktuellen Waldbrandgefahr:

  • Grillen: Viele Grillstellen sind aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt. Diese Sperrung muss unbedingt respektiert werden. Außerhalb offizieller Grillstellen darf keinesfalls Feuer entfacht werden. Sollten Grillplätzen in weniger gefährdeten Bereichen nicht gesperrt sein, muss darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes vollständig gelöscht wird.

  • Rauchen im Wald ist verboten. Brennende Zigarettenstummel dürfen nicht weggeworfen werden – auch nicht aus dem Autofenster.

  • Glasscherben können wie ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen. Deshalb verbietet es sich, Flaschen im Wald liegenzulassen.

  • Wege zu den Wäldern müssen frei bleiben– sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge. Pkws sind deshalb ausschließlich auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen. Die Fahrzeuge dürfen nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen, da sich dieser entzünden kann.

Wer einen Waldbrand oder Rauchentwicklung bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr (Notruf 112) informieren. Wer dafür ein Smartphone nutzt, ermittelt möglichst über die App „Hilfe im Wald“ den nächstgelegenen Rettungspunkt und teilt ihn den Rettungskräften mit. So können diese den Einsatzort noch schneller auffinden.

„In besonders brandgefährdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen sollten die zuständigen Kommunen und die sonstigen Waldbesitzer die Grillplätze sperren, sofern dieses nicht bereits passiert ist“, erläutert Jürgen Hackerott, „auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und -flächen ist bei weiter anhaltender Trockenheit und der nächsthöheren Alarmstufe nicht ausgeschlossen. Für diese Maßnahmen bitte ich die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis“.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Hackerott unter der Rufnummer 0160-7066757 gerne zur Verfügung.


Warnung des Hessischen Umweltministeriums vom 02.07.2018

Umweltministerium warnt vor zunehmender Waldbrandgefahr in Hessens Wäldern

Das Hessische Umweltministerium warnt angesichts der sommerlichen Temperaturen, die von vielen Menschen in der Urlaubszeit für Freizeitaktivitäten im Wald genutzt wird, erneut vor einer zunehmenden Brandgefahr in den hessischen Wäldern. Bis zum Beginn der nächsten Woche besteht flächendeckend mittlere bis, lokal insbesondere in Südhessen, hohe Waldbrandgefahr. Hintergründe sind die aktuelle Trockenheit und die hohen Temperaturen in den vergangenen Monaten.

Das Ministerium bittet daher alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Für die im Einzelfall erforderliche Schließung von Grillstellen in besonders brandgefährdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen wird bereits jetzt um Verständnis gebeten.

Rauchen ist im Wald grundsätzlich nicht gestattet. Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber insbesondere auch entlang von Straßen durch achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippen, aus. Alle Bürgerinnen und Bürger werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die nächste Forstdienststelle zu informieren. Seit Jahresbeginn kam es zu etwa 25 Waldbränden mit einer Schadfläche von rund einem Hektar. Der Schwerpunkt der Brandaktivität lag im Bereich Südhessens. Dabei hat insbesondere die schnelle Information über einen Brandherd und die daraufhin eingeleitete rasche Brandbekämpfung durch die Feuerwehren regelmäßig zu einer erheblichen Einschränkung des Schadensausmaßes beigetragen. Dabei kommt es auch auf eine präzise Ortsbeschreibung an, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu führen. Rettungspunkte, allgemein bekannte Parkplätze oder ähnliches sollten dabei zur Beschreibung genutzt werden.

Den aktuellen Waldbrandgefahrenindex finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes.

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