Aktuelles

Die Gemeindeverwaltung ist seit dem 06.07.2020 wieder zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Um jedoch ein zeitgleiches Zusammentreffen von Besuchern und damit verbundenen Wartezeiten zu vermeiden, wird weiterhin eine Terminvereinbarung empfohlen. Alle geltenden Hygienemaßnahmen sind weiterhin einzuhalten. Sollten mehr als drei Personen zusammentreffen, werden diese Besucher gebeten, vor dem Eingang des Rathauses zu warten.

 

Die Gemeinde und der Aartalsee - Imagefilme der Gemeinde Bischoffen

Naturerlebnisangebote Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Schnelleinstieg


 

Link zur Internetseite des Naturpark Lahn-Dill-Bergland


Logo Klima-Kommunen Hessen (c) HMUKLV


Weitere Themen

Der Lahn-Dill-Kreis informiert

vergrößern

Eichenprozessionsspinner breitet sich wieder aus

Gesundheitsamt gibt Tipps zum Umgang mit der Raupe

Durch das anhaltende, milde Klima breitet sich der Eichenprozessionsspinner wieder in Deutschland aus. Auch in der Region um Lahn und Dill kommt die Raupe vereinzelt vor. Der Eichenprozessionsspinner, kurz: EPS, fühlt sich im Warmen wohl und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises rät zur besonderen Vorsicht, denn die feinen Brennhaare der Raupe können dem Menschen schaden. Bei Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen, wie starkem Juckreiz, Pusteln und Quaddeln kommen. Außerdem können Atembeschwerden und Augenreizungen ausgelöst werden, wenn die Härchen eingeatmet werden. Bei besonders allergieempfindlichen Menschen sind gefährliche Situationen nicht ausgeschlossen.

Verhaltenstipps zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner
  • Raupen und Nester sollten niemals berührt werden
  • Sollte es doch zu einem Kontakt kommen und dieser schwere allergische Reaktionen mit Asthma und Atemnot auslösen, sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden!
  • Bereiche mit der Beschilderungen "Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner" sollten gemieden werden
  • Windverhältnisse sollten beachtet werden, da die Brennhaare weiter getragen werden können
  • Wer mit den Härchen in Kontakt kommt und Symptome entwickelt, sollte zum Arzt gehen und ihm mitteilen, dass wahrscheinlich Kontakt mit den Haaren des EPS bestand
  • Auch unterhalb von befallenen Bäumen können am Boden liegende Brennhaare der Raupe noch jahrelang gesundheitliche Probleme auslösen
  • Bei starkem Juckreiz kann Kratzen die Gifthaare nur tiefer in die Haut treiben
  • Duschen und Haare waschen, kaltes Wasser lindert Juckreiz
  • Bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen
  • Kontaminierte Kleidung schnell wechseln und bei mindestens 60°C waschen
Haustiere als Überträger

Auch Wild- und Haustiere reagieren auf die Gifthärchen. Es ist ebenfalls möglich, dass Haare auf dem Tierfell haften bleiben und so an den Menschen weiter gegeben werden. Das Kreis-Veterinäramt empfiehlt, Haustiere - insbesondere Hunde nach dem Spaziergang - gut auszubürsten, um die potentielle Gefahr durch die Raupenhaare weitestgehend einzudämmen. Durch das eigene Fell ist die Haut der Hunde geschützt vor der Raupe. Wenn doch Symptome (Juckreiz) an empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel der Nase, auftreten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Katzen, die Freigang haben, sollten ebenfalls gut ausgebürstet und auf Symptome hin beobachtet werden.

Foto (Benjamin Bailey, aufgenommen in Schöffengrund-Schwalbach, 2018): Milde Winter, langer Sommer: Der Eichenprozessionsspinner findet in den letzten Jahren immer idealere, klimatische Bedingungen, um sich in unserer Region wohlzufühlen und anzusiedeln.